Dauer einer Scheidung

Möchten Sie Ihre eingetragene Lebenspartnerschaft aufheben und sich scheiden lassen, hängt die Dauer der Scheidung mithin davon ab, wie planvoll Sie vorgehen und wie Ihr Lebenspartner reagiert. Auch wenn Sie den Ablauf nicht völlig in der Hand haben, haben Sie dennoch eine Reihe von Möglichkeiten, die Dauer einer Scheidung zu beeinflussen.

Das Wichtigste zum Thema „Dauer einer Scheidung“ für Sie:

  • Die Dauer einer Scheidung hängt von objektiven Gegebenheiten ab, auf die Sie als Antragsteller kaum Einfluss haben. Dazu gehören das Trennungsjahr, die Stellung des Scheidungsantrags und nicht zuletzt die Arbeitsbelastung des Gerichts.
  • Sie selbst können die Dauer einer Scheidung aber auch beeinflussen. Dazu sollten Sie auf folgende Aspekte achten:
    • Zahlen Sie zügig den Gerichtskostenvorschuss.
    • Nehmen Sie den vom Gericht anberaumten mündlichen Verhandlungstermin unbedingt wahr.
    • Verzichten Sie auf Rechtsmittel gegen den Scheidungsbeschluss.

Welche objektiven Gegebenheiten beeinflussen die Dauer einer Scheidung?

Die Dauer einer Scheidung bzw. Aufhebung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft hängt zunächst von einer Reihe objektiver Gegebenheiten ab. Sie selbst haben darauf nur bedingt einen Einfluss.

Trennungsjahr:

Zunächst müssen Sie bekanntermaßen das Trennungsjahr abwarten

Zunächst müssen Sie bekanntermaßen das Trennungsjahr abwarten

Zunächst müssen Sie bekanntermaßen das Trennungsjahr abwarten. Erst nach Ablauf des Trennungsjahres können Sie überhaupt den Antrag auf Aufhebung Ihrer eingetragenen Lebenspartnerschaft beim Familiengericht einreichen. Auf das Trennungsjahr können Sie nur in begründeten Ausnahmefällen verzichten, wenn Sie dem Gericht einen Härtefall nachweisen. Härtefälle sind Ausnahmesituationen, in denen es Ihnen aus in der Person Ihres Lebenspartners liegenden Gründen nicht zuzumuten ist, das Trennungsjahr abzuwarten (Beispiel: Ihr Lebenspartner ist gewalttätig und stellt Ihnen fortdauernd nach).

Stellung des Scheidungsantrags:

Nach Ablauf oder wenigstens kurz vor Ablauf des Trennungsjahres können Sie den Scheidungsantrag bei Gericht einreichen und leiten damit das Scheidungsverfahren ein. Sie benötigen dafür aufgrund des bei den Familiengerichten bestehenden Anwaltszwangs einen Rechtsanwalt. Sie sollten sich also frühzeitig darum bemühen, einen kompetenten Rechtsanwalt zu suchen und zu beauftragen. Wir sind Ihnen gerne behilflich, Sie an einen unserer Kooperationsanwälte zu vermitteln. Sofern Sie nur über ein geringes Einkommen oder überhaupt kein Einkommen verfügen, können Sie den Scheidungsantrag mit einem Antrag auf staatliche Verfahrenskostenhilfe verbinden. Dann übernimmt der Staat die Gerichts- und Anwaltsgebühren.

Arbeitsbelastung der Gerichte:

Die Terminierung eines Verhandlungstermins hängt mithin von der Arbeitsbelastung des Gerichts ab. Da die Justiz bekanntermaßen überlastet ist, hängt die Dauer einer Scheidung auch davon ab, ob die Scheidung einvernehmlich im gegenseitigen Einvernehmen oder streitig erfolgt. Einvernehmliche Scheidungen sind für den Richter einfach zu entscheiden, da er nur einen Beschluss fassen muss. Ist die Scheidung selbst oder eine Scheidungsfolge streitig, wechseln die Parteien Schriftsätze hin und her und der Richter muss in der Sache verhandeln. Streitige Scheidungen können sich über Jahre hinwegziehen. Da der Richter möglicherweise mehrere Verhandlungstermine terminieren muss, verzögert sich der Verfahrensablauf erheblich.

Wie kann ich selbst die Dauer einer Scheidung beeinflussen?

Auch Sie selbst haben es direkt in der Hand, die Dauer einer Scheidung selber zu beeinflussen. Die Verzögerungen, die sich in der Praxis meist ergeben, sind an sich immer die gleichen. Wenn Sie also möglichst schnell geschieden werden möchten, sollten Sie einige Handlungsempfehlungen beherzigen.

Online-Scheidung:

Sie können den Verfahrensablauf beschleunigen und die Dauer einer Scheidung beeinflussen, wenn Sie den Scheidungsantrag online stellen

Sie können den Verfahrensablauf beschleunigen und die Dauer einer Scheidung beeinflussen, wenn Sie den Scheidungsantrag online stellen

Sie können den Verfahrensablauf beschleunigen und die Dauer einer Scheidung beeinflussen, wenn Sie den Scheidungsantrag online stellen und die Chancen einer Online-Scheidung nutzen. Bei der Online-Scheidung kommunizieren Sie online mit einem ausgewählten Rechtsanwalt und übersenden ihm alle notwendigen Unterlagen per E-Mail oder per Post. Natürlich können Sie auch jederzeit mit dem Anwalt telefonieren und sich informieren oder Fragen stellen. Auf jeden Fall brauchen Sie nicht mehr in der Kanzlei des örtlichen Anwalts vorstellig zu werden und umständlich Termine zu vereinbaren.

Zahlung des Gerichtskostenvorschusses:

Der Scheidungsantrag wird Ihrem Lebenspartner erst dann zugestellt, wenn Sie den von der Gewichtsklasse angeforderten Gerichtskostenvorschuss bezahlt haben. Ihre eventuelle Zahlungsverzögerung verzögert also den Verfahrensablauf. Sofern Sie Verfahrenskostenhilfe beantragt haben, übernimmt der Staat auch den Gerichtskostenvorschuss.

Auskünfte zum Versorgungsausgleich:

Das Familiengericht muss von Amts wegen den Versorgungsausgleich durchführen. Es wird beiden Lebenspartnern dazu einen amtlichen Fragebogen übersenden, in dem Sie beide Auskünfte über Ihre Altersversorgung erteilen müssen. Je schneller und früher Sie diesen Fragebogen zurückgeben, desto schneller verläuft das Verfahren. In der Praxis kommt es oft zu Verzögerungen, weil der Versicherungsverlauf unklar ist und irgendwelche Versicherungszeiten nicht korrekt erfasst sind. Sie können diese Verzögerungen vermeiden und dann die Dauer einer Scheidung positiv beeinflussen, wenn Sie frühzeitig eine Kontenklärung beim jeweiligen Versorgungsträger durchführen. Wenn Sie den Versicherungsverlauf bereits im Trennungsjahr abklären, können Sie die Auskünfte zum Versorgungsausgleich problemlos erteilen und verlieren keine Zeit, nachdem Sie den Scheidungsantrag eingereicht haben.

Einvernehmliche Scheidung:

Die Dauer einer Scheidung hängt notwendigerweise davon ab, ob Sie sich einvernehmlich scheiden lassen oder sich über die Voraussetzungen der Scheidung oder irgendwelche Scheidungsfolgen streiten. Je mehr Sie sich streiten, desto länger ist die Dauer einer Scheidung. Es ist mehr als ein bloßes Klischee, wenn Scheidungen oft als langjährige Auseinandersetzungen betrachtet werden. Bei der einvernehmlichen Scheidung sind Sie sich mit Ihrem Lebenspartner einig, dass Sie beide geschieden werden möchten. Dann genügt es, wenn einer von Ihnen den Scheidungsantrag stellt und dazu einen Rechtsanwalt beauftragt. Der andere stimmt dem Scheidungsantrag dann lediglich zu und braucht keinen einen Rechtsanwalt zu beauftragen. Sie bezahlen damit auch nur einen einzigen Rechtsanwalt. Soweit Sie Scheidungsfolgen, wie beispielsweise Zugewinnausgleich oder Unterhalt, nicht für regelungsbedürftig halten, genügt es völlig, den Scheidungsantrag zu stellen. Das Gericht wird im Verhandlungstermin problemlos die Scheidung bzw. Aufhebung Ihrer Lebenspartnerschaft aussprechen.

Regelung der Scheidungsfolgen in einer Scheidungsfolgenvereinbarung:

Soweit Sie oder Ihr Lebenspartner eine Scheidungsfolge für regelungsbedürftig halten, können Sie diese Scheidungsfolge in einer Scheidungsfolgenvereinbarung regeln

Soweit Sie oder Ihr Lebenspartner eine Scheidungsfolge für regelungsbedürftig halten, können Sie diese Scheidungsfolge in einer Scheidungsfolgenvereinbarung regeln

Soweit Sie oder Ihr Lebenspartner eine Scheidungsfolge für regelungsbedürftig halten, können Sie diese Scheidungsfolge in einer Scheidungsfolgenvereinbarung regeln und auch damit die Dauer einer Scheidung nachhaltig beeinflussen. Eine Scheidungsfolgenvereinbarung ist notariell zu beurkunden oder im mündlichen Verhandlungstermin vor dem Gericht zu protokollieren. In einer solchen Vereinbarung regeln Sie alles, was Sie anlässlich der Aufhebung Ihrer Lebenspartnerschaft für regelungsbedürftig halten. Auch den Versorgungsausgleich können Sie regeln und vermeiden damit, dass das Familiengericht von Amts wegen eine Regelung treffen muss, die in der Scheidungspraxis den Ablauf einer Scheidung meist negativ beeinflusst.

Wahrnehmung des Verhandlungstermins:

Das Familiengericht wird, nachdem der Scheidungsantrag eingereicht ist und die Auskünfte zum Versorgungsausgleich vorliegen, mündlichen Verhandlungstermin bestimmen und beide Lebenspartner persönlich laden. Sie sollten den Termin unbedingt wahrnehmen. Sofern Sie säumig sind, muss das Gericht den Termin vertagen und Sie erneut laden. Ihr Säumnis verzögert also das Verfahren und verlängert die Dauer einer Scheidung. Ihre persönliche Anwesenheit ist nur in absoluten Ausnahmefällen entbehrlich.

Verzicht auf Rechtsmittel gegenüber Scheidungsbeschluss:

Sie können den Scheidungsbeschluss, den das Gericht im mündlichen Verhandlungstermin fasst, mit dem Rechtsmittel der Berufung überprüfen lassen. Die Berufung verzögert das Verfahren. Sie können im mündlichen Verhandlungstermin aber auch auf Rechtsmittel verzichten. Dann wird der Scheidungsbeschluss sofort rechtskräftig und Ihre Scheidung bzw. Aufhebung Ihrer Lebenspartnerschaft ist damit endgültig.

Fazit

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, die objektiv und subjektiv die Dauer einer Scheidung positiv oder negativ beeinflussen. Soweit Sie es selbst in der Hand haben, sollten Sie alle Möglichkeiten nutzen, den Verfahrensablauf zu beschleunigen.

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